Berlin in den Schatten

2. Run: Die Sache mit den christlichen Blutmagiern

SL: Nhat Tuyen

Freitag, 23.11.74
Kurz nach ihrer Rückkehr vom Freitagsgebet, erhielt Sentry einen Anruf von Lilliane „Lollipop“ Özgül, welche ihr einen Job vermitteln wollte.
Die Frage, warum die Talismongerin gefragt wurde, und nicht wie zu erwarten gewesen war, ein Schieber oder Fixer, klärte sich alsbald auf, als der Auftraggeber, Johannes Schreiber, getroffen wurde. Schreiber, Vorsitzender einer kleinen Gemeinde christlicher Magier, die ihr Gemeindehaus in Zehlendorf haben, hatte noch nie etwas mit den Schatten zu tun gehabt.

Der Auftrag schien simpel. Zwei ehemalige Mitglieder der Gemeinde waren mit einer seltsamen Verabschiedung verschwunden. Sie hatten sich von der Gemeinde abgewandt, nachdem diese nicht hart genug auf einen Anschlag auf das Gemeindehaus reagiert hatte. Vermeintlich war dieser Anschlag vom Jihad B durchgeführt worden.
Das Team hatte die beiden Magier zu finden und aus eventuellem Ärger rauszuhalten.

Die anfängliche Recherche, Gespräche mit einem anderen Mitglied des Magierzirkels und die Durchsuchung der Wohnung, welche nunmehr verlassen waren, ergaben nicht viel, erhärteten jedoch den Verdacht, dass die beiden Verschwundenen nicht in Problemen steckten, sondern vielmehr welche machen wollten.
Zwei Dinge standen fest: das Ziel war die Gang Jihad B und die beiden Magier hatten sich Zugtickets für den nächsten Morgen gebucht, womit sie die Stadt verlassen konnten.
Aus Sorge vor einem direkten Angriff auf das Gang-Hauptquartier, wobei der Zug dann wohl die Flucht ermöglichen sollte, verbrachte das Team die Nacht auf Wache im Gang-Gebiet. Erst als sich in den frühen Morgenstunden abzeichnete, dass nichts geschehen würde, begaben sich die müden Kameraden zum Bahnhof. Schon bei der Einfahrt des Zuges wusste Sentry, dass etwas nicht stimmte. Der ganze Zug war mit magischen Barrieren umgeben, welche die astrale Sicht nach innen unmöglich machten.
Unter Zeitdruck kaufte sich das Team Tickets und betrat den Zug.
Die beiden Magier hatten vor, alle Insassen des Zuges zu töten und den Anschlag dem Jihad B anzuhängen. Mit Eintreffen des Teams ergab sich zunächst ein heftiges Feuergefecht zwischen bezahlten Wächtern der beiden Magier, welches Bullet fast das Leben kostete. Im vordersten Wagon angekommen, erkannten Oxid und Sen wie weit die Magier sich von christlicher Nächstenliebe und “Andere-Wange-hinhalten”-Rhetorik entfernt hatten. Zahlreiche Passagiere waren bereits in einem Ritual geopfert worden, welches einen mächtigen Blutgeist beschworen hatte. Im Kampf mit diesem verlor nun auch Sentry um ein Haar ihr Leben, doch Oxid und Sentrys gebundener Feuergeist konnten den Blutgeist noch rechtzeitig bezwingen und einen der beiden Magier gefangen nehmen, während Medic alle Hände damit zu tun hatte, seine beiden gefallenen Kameraden durchzubringen.

So waren am Samstag, dem 24.11.2074 schlussendlich zwar zahlreiche Passagiere, einer der beiden Blutmagier und beinahe auch zwei Teammitglieder tot. Doch die allermeisten Zivilisten konnten dank des heldenhaften Kampfes des Teams gerettet und der Verleumdungssversuch als solcher enttarnt werden.

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DiegX

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